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Interkulturelle Öffnung der Bachelorstudiengänge der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl

Seit bald zehn Jahren ist die Etablierung einer vielfältigen Verwaltungskultur gesetzlich verbrieftes Ziel in Baden-Württemberg. Dabei sollen mehr Menschen mit Migrationsgeschichte für den öffentlichen Dienst gewonnen werden, um die gesellschaftliche Vielfalt widerzuspiegeln, das öffentliche Handeln zu legitimieren und gleichzeitig auch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Daher besteht Handlungsbedarf, um diese Bevölkerungsgruppe zielgerichtet für ein Studium und eine anschließende berufliche Laufbahn in der öffentlichen Verwaltung zu gewinnen. Um die kulturelle Vielfalt in den Verwaltungen zu erhöhen, muss der Blick auch auf die Karrierewege in den öffentlichen Dienst gerichtet werden. Einen wesentlichen Karriereweg bilden hier die Bachelorstudiengänge der Hochschulen Kehl und Ludwigsburg, in welchen Fachkräfte für den gehobenen Verwaltungsdienst ausgebildet werden.

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In einem ersten Schritt wird die IST-Situation an der Hochschule Kehl, in den Kommunen und unter den potentiellen Studieninteressierten untersucht. Dazu gehören die folgenden Untersuchungen:

Hochschule

  • Hochschulaudit, bestehend aus qualitativen Interviews mit relevanten Akteur*innen und Stakeholdern sowie einer Dokumentenanalyse
  • Quantitative Studierendenbefragung zweier Kohorten mit 629 teilnehmenden Studierenden zum Stand der interkulturellen Öffnung der Hochschule
  • 20 qualitative Interviews mit Studierenden mit Migrationshintergrund mit Fokus auf deren Bedarfe und Hemmnisse im Studium und in der Praxisphase

Praxiskommunen

  • Befragung von 20 Praxiskommunen zu ihren Auswahlprozessen, Studierendenmarketing und Erfahrungen mit Beamtenanwärter*innen mit Migrationshintergrund
  • Workshops mit Kommunen, um gemeinsam Maßnahmen in den Bereichen Personalauswahl, Onboarding und diversitätssensible Organisationskultur zu erarbeiten

Potentielle Studieninteressierte

  • Schulbefragung in Abschlussklassen des Einzugsgebiets der Hochschule, um zu verstehen, für welche Personen aus der Bevölkerung ein Studium der öffentlichen Verwaltung attraktiv ist

Aufbauend auf den Erkenntnissen des Forschungsprojekts werden in einem zweiten Schritt demnach datenbasiert Maßnahmen für eine interkulturelle Öffnung der Hochschule Kehl entwickelt. Flankiert wird das Projekt durch den Aufbau eines Monitoringverfahrens, mit der die Zielerreichung langfristig überprüft werden kann, sowie durch Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung.

Kehler Studierenden haben Bezüge zu über 30 Ländern

Die Studierenden der Hochschule Kehl bringen bereits heute eine große kulturelle Vielfalt mit: 20,12% der Studierenden im Bachelorstudiengang Public Managementan der Hochschule Kehl geben an, einen Migrationshintergrund zu haben.

Das Projektteam

Das Projektteam von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. Frank Drzensky, Prof. Dr. Beatrice Hurrle, wissenschaftliche Mitarbeiterin Lena Steinel und Prof. Dr. Claudia Trippel

Hochschulkonferenz „Upgrade Vielfalt: Perspektiven für die interkulturelle Öffnung der Verwaltung“

Eine Auswahl der zentralen Projektergebnisse, die auf der Hochschulkonferenz am 27. Januar 2026 präsentiert wurden, kann hier abgerufen werden.

Finanziert aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat

Mittelgebende Einrichtung: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg

Projektdauer: 15.07.2024 – 31.01.2027

Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Frank Drzensky, Prof. Dr. Beatrice Hurrle und Prof. Dr. Claudia Trippel

Projektmitarbeitende: Lena Steinel, M.A.

Kontakt

Kehler Institut für Angewandte Forschung (KIAF)

+49 7851 894-155
kiaf(at)hs-kehl.de
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