International, regional, kommunal Kinderarmut bekämpfen
Das 2. Fachsymposium „Kinderrechte bitte umsetzen! – kommunal und international Kinderarmut bekämpfen“ stellt nationale Strategien zur Umsetzung des Vorrangs der besten Interessen von Kindern i. S. v. Art. 3 Abs. 1 UN-KRK aus der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland vor und thematisiert insbesondere das Verwaltungshandeln gegen Kinder(wohnungs)armut auf kommunaler Ebene.
Kinderrechte umzusetzen, gehört zum Pflichtauftrag von Kommunen. Nicht nur wegen der rechtlichen Vorhaben, sondern auch mit Blick auf eine zukunftsfähige Gemeinde, Stadt oder einen Landkreis, spielt die Perspektive der jungen Einwohnenden eine zentrale Rolle. Zentrale Herausforderungen kinderfreundlicher Politiken sind die Ausrichtung auf die Belange aller Kinder und Jugendlichen. Kinderrechte werden insbesondere im unmittelbaren Lebensraum von Kindern realisiert. Daraus folgt eine besondere Verantwortung kommunaler Verwaltungen für die Umsetzungsverpflichtung aus Art. 3 Abs. 1 UN-KRK.
In der kinderrechtlichen Fachdiskussion zur Umsetzung dieser – als einfaches Bundesrecht geltenden – Norm stellt sich regelmäßig die Frage nach konkreten Handlungsfeldern, die tatsächlich in die Zuständigkeit der Kommunen fallen. Häufig werden hierbei Bereiche wie Schul- und KiTa-Verwaltung, Sport- und Freizeitstätten, die Gestaltung öffentlichen Raums sowie Beteiligungsverfahren benannt. Demgegenüber bleiben Verwaltungsbereiche wie kinderrechtskonforme Haushalts- und Ressourcensteuerung, Verwaltungskultur und -organisation sowie die ortspolizeiliche Gefahrenabwehr in der Diskussion oft unterbelichtet oder werden von Verantwortlichen selbst nicht als von Art. 3 Abs. 1 UN-KRK erfasst verstanden.
Die Tagung wird in Kooperation mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen veranstaltet und richtet sich an Politik, Verwaltung sowie Führungs- und Fachkräfte aus Kommunen und NGOs, die sich für die Umsetzung der Kinderrechte sowie für die Bekämpfung von Kinderarmut und die Möglichkeit ihre Stadt, Gemeinde oder ihren Landkreis kinderfreundlich weiterzuentwickeln einsetzen. Dabei sind alle Ressorts der Verwaltung aber auch die Zivilgesellschaft angesprochen. Mit der Veranstaltung an der Hochschule Kehl sind auch deren Studierende herzlich zu einer Teilnahme eingeladen.
Programmübersicht:
09.45 Uhr | Eröffnung mit Prof. Dr. Joachim Beck Rektor, Studierende und Lehrbeauftragte Hochschule Kehl
10.00 Uhr | International UNICEF Child Friendly Cities: Drei Länder und ein Programm | Christine Langen, Stellvertretende Vorsitzende Kinderfreundliche Kommunen e.V. Mona Meienberg, Programm Kinderfreundliche Gemeinden, UNICEF Schweiz und Liechtenstein
10.30 Uhr | Art. 3 Abs. 1 UN-KRK im kommunalen Verwaltungshandeln in Deutschland Kommunalrechtliche Einordung Prof. Dr. Jürgen Fleckenstein, Hochschule Kehl
11. 30 Uhr | Kinderrechtlich orientierte Präventionsketten in Hessen Rajni Kerber, Projektleitung Präventionsketten Hessen; HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (angefragt)
12.15 Uhr | Mittagspause
13.15 Uhr | Kinderarmut bekämpfen Wo steht die soziale Schweiz? Gemeinsam gegen Kinderarmut Andreas Lustenberger, Mitglied der Geschäftsleitung Caritas Schweiz
14:00 Uhr
Panels 1: UNICEF „Child Friendly Cities“: Internationale Umsetzungsstrategie für die UN-Kinderrechtskonvention „Vom Programmstart bis zur kinderfreundlichen Haushaltsaufstellung“ Dominik Bär, Geschäftsführer Kinderfreundliche Kommunen e.V. Mona Meienberg, UNICEF Schweiz und Liechtenstein Selina Claus, Absolventin Hochschule Kehl
Panel 2: Strategien und Netzwerke zur Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut Simone Kegelmann, Hochschule Kehl Andreas Lustenberger, Caritas Schweiz, Mitglied der Geschäftsleitung Sophia Rosery, Deutsches Kinderhilfswerk e. V. Pascal Mächler, Leiter Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen, Kanton Thurgau und Mitglied Projektgruppe Next Generation der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK)
Panel 3: Kinder(wohnungs)armut: Art. 3 Abs. 1 UN-KRK in Bezug zur ortspolizeilichen Notunterbringung von unfreiwillig wohnungslosen Menschen mit Kindern Thomas Köhler, Hochschule Kehl Karl-Heinz Ruder (Stadtrechtsdirektor i. R., Rechtsanwalt, Autor; Emmendingen/Breisgau; Lehrbeauftragter HS Kehl) Simon Näckel, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfe Caritas Baden-Württemberg
15.45 Uhr | Resümee und Ausblick 3. Studentisches Fachsymposium „Kinderrechte bitte umsetzen!“ – 2027 in Berlin
16.30 Uhr | Ende der Veranstaltung
Weitere Informationen:
Das detaillierte Programm und weiterführende Informationen sind hier verlinkt.
Für eine kostenfreie Teilnahme anmelden:
Bitte melden Sie sich online an unter: www.kinderfreundliche-kommunen.de/startseite/ueber-uns/tagungen/anmeldung-zum-fachsymposium-kinderrechte-bitte-umsetzen
Ansprechpartner:
Bei Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail an: info@kinderfreundliche-kommunen.de.
