SynAgri-PV

Synergetische Integration der Photovoltaik in die Landwirtschaft als Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende – Vernetzung und Begleitung des Markthochlaufs der Agri-PV in Deutschland

Das Forschungsprojekt „SynAgri-PV: Synergetische Integration der Photovoltaik in die Landwirtschaft als Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende – Vernetzung und Begleitung des Markthochlaufs der Agri-PV in Deutschland“ verfolgt das übergeordnete Ziel, zentrale technische, juristische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die Etablierung der Agri-PV auf dem deutschen Markt zu beschreiben, zu bewerten und Vorschläge für eine breite Etablierung von Agri-PV zu entwickeln.

Agri-Photovoltaik stellt eine Chance für die Landwirtschaft und Energiewende dar, denn bei ihr kann eine Fläche gleichzeitig der landwirtschaftlichen Nahrungs- und Futtermittelproduktion als auch der Solarstromerzeugung dienen. Aktuell sind erste Anlagen in Deutschland insbesondere bei Sonderkulturen im Einsatz, etwa beim Anbau von Obst und Gemüse. Hier kann Agri-PV zusätzlich Schutz vor Hagel-, Frost- und Dürreschäden bieten. Agri-PV-Systeme werden für die Landwirtschaft zunehmend attraktiv, weil sie die heimische Landwirtschaft auch gegenüber dem internationalen Markt wettbewerbsfähig halten können und den Landwirtinnen und Landwirten ein zusätzliches Einkommen ermöglichen. Gleichzeitig kann der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben, der Druck auf das knappe Land reduziert und die Widerstandsfähigkeit verschiedener Anbausysteme erhöht werden.

Trotz dieser Ausgangslage konnten bisher in Deutschland nur sehr wenige, kleine Projekte realisiert werden. Gründe hierfür liegen insbesondere in den bisherigen rechtlichen Rahmenbedingungen, darunter unzureichende Anreizsysteme und aufwändige Genehmigungsprozesse. In den Arbeitspaketen der Hochschule Kehl werden daher die rechtlichen Hürden bei der Genehmigung von Agri-PV-Anlagen in Deutschland vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Agri-PV und der entsprechend angepassten rechtlichen Rahmenbedingungen untersucht. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche rechtlichen und praktischen Herausforderungen bestehen bei der Genehmigung von Agri-PV-Anlagen, und wie können die Genehmigungsverfahren insbesondere im Hinblick auf die nunmehr privilegierten Vorhaben nach § 35 Abs. 1 Nr. 9 BauGB effizient durchgeführt werden? Das Ziel ist es, eine Bestandsaufnahme zur Genehmigungspraxis für Agri-PV-Anlagen zu erstellen und daraus standardisierte und rechtssichere Empfehlungen und Anleitungen zur Durchführung der Genehmigungsverfahren zu entwickeln, um den Ausbau dieser Technologie dadurch zu beschleunigen. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für Leitfäden zur Unterstützung der Genehmigungsbehörden der einzelnen Bundesländer bei der Genehmigung von Agri-PV-Anlagen.

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektdauer: September 2024 – Juni 2026

Projektleitung: Prof. Dr. Micheal Frey

Projektmitarbeitende: Paula Friedrich

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