Verstärkung in der Lehre

Seit dem Sommersemester 2026 verstärkt Dr. Inga Nägel als Professorin für Psychologie den Lehrkörper an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl. Aktuell lehrt sie unter anderem empirische Forschungsmethoden, Gesprächsführung und interkulturelle Kompetenzen. Perspektivisch werden auch Grundlagenveranstaltungen sowie ein Proseminar im Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie folgen.

Besonders die Verbindung von Psychologie und öffentlicher Verwaltung hat sie bei ihrer Bewerbung gereizt: „Mich hat sofort begeistert, psychologische Inhalte an zukünftige Verwaltungskräfte vermitteln zu können. Während meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich häufig mit konflikthaften Situationen und schwierigen Gesprächspartner*innen zu tun. Meiner Erfahrung nach kann das Wissen zu psychologischen Mechanismen und der gezielte Einsatz von Gesprächstechniken im Arbeitsalltag sehr hilfreich sein.“ In ihrer Lehre setzt sie auf Praxisnähe und Interaktion. „Ich freue mich besonders, wenn Studierende mitdenken, diskutieren und wahrnehmen, dass psychologisches Wissen über Prüfungsleistungen hinaus relevant sein kann“, sagt Nägel.

Ein zentrales Anliegen ist ihr dabei die persönliche Entwicklung der Studierenden. „Ich möchte nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Zuversicht und Vertrauen, den eigenen beruflichen Weg zu finden“, betont sie. Wichtig sei es, sich an den eigenen Interessen und Stärken zu orientieren. Mit großer Begeisterung blickt Nägel auf ihre neue Aufgabe: „Psychologie fasziniert mich bis heute – und ich freue mich sehr, diese Begeisterung weiterzugeben.“

Zur Person:

Nach ihrem Abitur in Koblenz studierte Prof. Dr. Inga Nägel Psychologie an den Universitäten Frankfurt am Main, Mainz und Auckland mit Schwerpunkten in Arbeits-, Organisations- und

Gesundheitspsychologie. Anschließend promovierte sie an der Universität Konstanz. Es folgte eine mehr als zehnjährige Tätigkeit als Schulpsychologin und Psychologierätin an der Schulpsychologischen Beratungsstelle in Singen sowie am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg. Parallel war sie in der Lehre an der Universität Konstanz sowie an der Pädagogischen Hochschule Thurgau tätig. 2021 wurde sie auf eine Professur für Psychologie an einer staatlich anerkannten

Hochschule in Freiburg berufen, bevor sie 2026 an die Hochschule Kehl wechselte.

 

Ebenfalls zum Sommersemester 2026 und mit einem klaren Fokus auf Praxisnähe und Nachwuchsförderung startete Prof. Dr. Philipp Singler in seine Lehrtätigkeit an der Hochschule Kehl. Die Motivation für seine Lehre ist dabei eindeutig: „Ich möchte mein in der Praxis erworbenes Wissen weitergeben – an die, die die Verwaltung von morgen gestalten werden. Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen so vermitteln, dass sie im späteren Berufsalltag wirklich tragen.“ In der Lehre setze er auf fundierte Grundlagen und konkrete Anwendungsbezüge. „Ich unterrichte derzeit Grundzüge des Verwaltungsrechts und Kommunalrecht – das sind die zentralen Fundamente kommunalen Handelns“, erklärt er. „Mir ist wichtig, diese Inhalte mit echten Beispielen aus der Praxis zu verknüpfen, damit Studierende verstehen, wie Verwaltung im Alltag funktioniert.“ Es begeistere ihn, Menschen weiterzubringen und ihre Entwicklung mitzuerleben. „Es ist jedes Mal ein besonderer Moment, wenn Studierende Sicherheit im juristischen Denken gewinnen und erkennen, welche Verantwortung sie später tragen.“

Über die fachlichen Inhalte hinaus verfolge er das Ziel, Begeisterung für die öffentliche Verwaltung zu wecken und ein modernes Selbstverständnis zu etablieren: „Eine gute Verwaltung arbeitet als starkes Team, ist verlässliche Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger und findet pragmatische, rechtssichere Lösungen. Sie gestaltet unser Gemeinwesen ganz konkret und ist damit alles andere als langweilig“, so der Professor.

Ein besonderes Anliegen sei ihm zudem, Brücken zwischen Theorie und Praxis, zwischen Hochschule und Verwaltung sowie zwischen den Generationen zu bauen. Mit Blick in die Zukunft ergänzt Singler: „Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit Studierenden und Kolleginnen und Kollegen die öffentliche Verwaltung weiterzuentwickeln.“

Nicht nur die Unterrichtstätigkeit an sich, sondern auch der Standort spielte bei seiner Bewerbung eine wichtige Rolle: „Ich habe das große Glück, in einer Region zu leben, in der andere Urlaub machen“, sagt Singler mit Blick auf die Ortenau und die Nähe zu Straßburg. „Die europäische Perspektive passt hervorragend zu einer Verwaltung, die heute immer stärker durch europäische Einflüsse geprägt ist.“

Zur Person:

Prof. Dr. Philipp Singler wuchs am Kaiserstuhl auf und studierte Rechtswissenschaften in Freiburg, wo er auch sein Referendariat absolvierte. Bereits früh interessierte er sich für die Wechselwirkungen zwischen Recht, Technik und Verwaltung. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes beschäftigte er sich intensiv mit Digitalisierungsthemen und promovierte zum digitalen Stromzähler. 2018 wechselte er zur Stadt Offenburg, wo er zunächst als Justiziar und behördlicher Datenschutzbeauftragter tätig war und später die Abteilung Recht und Datenschutz leitete. Parallel dazu sammelte er umfangreiche Lehrerfahrung, von der Ausbildung im Rettungsdienst über die Tätigkeit als Erste-Hilfe-Ausbilder bis hin zur Aus- und Weiterbildung von Notfallsanitäter*innen und Notärztinnen und ‑ärzten. Zudem war er in der Rechtsredaktion der ARD tätig, wo er juristische Themen verständlich für ein breites Publikum aufbereitete. Seit vielen Jahren ist er auch in der Hochschullehre aktiv – unter anderem im Verwaltungsrecht, Kommunalrecht und Gefahrenabwehrrecht. Diese Verbindung aus Praxis, Wissenschaft, Medienarbeit und Lehre prägt seinen Ansatz bis heute.

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