Digitalisierung erleben

Kehler Studierende lernen digitale Innovationen auf der Smart Country Convention in Berlin kennen

Wie sieht die digitale Zukunft von Verwaltung und Kommunen aus? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer dreitägigen Studienfahrt von Studierenden der beiden Bachelorstudiengänge „Public Management“ (BPM) und „Digitales Verwaltungsmanagement“ (DVM) der Hochschule Kehl nach Berlin. Vom 30. September bis 3. Oktober 2025 besuchten die Studierenden die Smart Country Convention (SCCON) – Deutschlands führende Kongressmesse für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors. Begleitet wurde die Gruppe dabei von Prof. Dr. Antje Dietrich, Leiterin des BPM-Proseminars „Smart Village“ und Studiendekanin des DVM.

Die SCCON, veranstaltet im CityCube Berlin, bringt jedes Jahr Expert*innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um innovative Lösungen für digitale Städte und Gemeinden zu präsentieren. Unter dem Motto „Digitale Zukunft gestalten – smart, nachhaltig, vernetzt“ stand 2025 die Frage im Fokus, wie Bund, Länder und Kommunen die Chancen der Digitalisierung nutzen können, um bürgernahe, effiziente und nachhaltige Verwaltungsstrukturen zu schaffen.

 

Praxisnahe Einblicke in die digitale Verwaltung der Zukunft

Für die Kehler Studierenden bot der Besuch ein dichtes Programm aus Fachvorträgen, Diskussionsrunden, Live-Demonstrationen und Networking-Veranstaltungen. Sie erhielten Einblicke in aktuelle Entwicklungen zu Themen wie E-Government, Künstliche Intelligenz in der Verwaltung, Open Data, Cloud-Lösungen und Cybersicherheit. Zahlreiche Start-ups und etablierte Technologieunternehmen stellten innovative Ansätze vor, die den digitalen Wandel in Verwaltungen beschleunigen sollen – von digitalen Bürgerdiensten bis hin zu smarten Lösungen für die kommunale Infrastruktur.

„Die Smart Country Convention ist für unsere Studierenden eine einmalige Gelegenheit, die Theorie des Studiums mit konkreten Anwendungsbeispielen aus der Praxis zu verbinden“, erklärt Prof. Dr. Dietrich, „Die vorgestellten Projekte und Technologien zeigen sehr deutlich, dass Digitalisierung nicht nur eine technische, sondern auch eine organisatorische und gesellschaftliche Herausforderung ist – und dass gerade die öffentliche Verwaltung hier eine Schlüsselrolle einnimmt.“

 

Smart Village als Praxislabor

Im Proseminar „Smart Village“ entwickeln die Studierenden praxisorientierte Konzepte für smarte, digital vernetzte Gemeinden im ländlichen Raum. Dabei geht es darum, wie digitale Technologien dazu beitragen können, Verwaltungsvorgänge zu vereinfachen, Bürgerbeteiligung zu fördern und die Lebensqualität zu steigern. Die Exkursion nach Berlin fügte sich damit nahtlos in das Seminar ein: Die Studierenden konnten zahlreiche Impulse für ihre eigenen Projekte mitnehmen – etwa zu digitaler Infrastruktur, Bürgerplattformen und nachhaltigen Mobilitätslösungen.

„Besonders inspirierend war der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern kleinerer Kommunen, die bereits eigene Smart-Village-Initiativen gestartet haben“, berichtet eine Studentin. „Man konnte sehen, dass Digitalisierung auch im ländlichen Raum enorme Chancen bietet – wenn man sie gezielt und bürgernah umsetzt.“

Der Besuch der SCCON brachte den angehenden Verwaltungsmanager*innen des DVM vielfältige Impulse:

  • Praxisbezug: Durch Gespräche mit Fachleuten aus Ministerien, Kommunen und IT-Unternehmen erhielten die Studierenden authentische Einblicke in aktuelle Projekte zur Verwaltungsdigitalisierung.
  • Netzwerkbildung: Viele nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu Expert*innen zu knüpfen – eine wertvolle Erfahrung für den Berufseinstieg im öffentlichen Sektor.
  • Methodisches Lernen: Workshops und Präsentationen zeigten, wie agile Methoden, Change Management und Design Thinking im öffentlichen Kontext eingesetzt werden können.
  • Zukunftskompetenzen: Die Exkursion stärkte die digitalen, organisatorischen und kommunikativen Fähigkeiten der Studierenden – zentrale Bausteine des DVM-Studiengangs.

„Es war beeindruckend zu sehen, wie unterschiedlich Verwaltungen Digitalisierung umsetzen – und welche kreativen Lösungen dabei entstehen können“, berichtet ein Student. „Das hilft uns, den theoretischen Stoff aus Vorlesungen besser einzuordnen und kritisch zu reflektieren.“

 

Rahmenprogramm mit politischem und kulturellem Bezug

Neben dem Messebesuch nutzten die Studierenden die Gelegenheit, die deutsche Hauptstadt näher kennenzulernen. Auf dem Programm standen eine Führung durch den Fichte-Bunker, ein gemeinsames Abendessen und ein Besuch des Museums Futurium. Abgerundet wurde die Studienfahrt durch gemeinsame kulturelle Aktivitäten – etwa einen Spaziergang entlang der Spree durch das Regierungsviertel und einen Besuch des Brandenburger Tors. So bot der Aufenthalt in Berlin nicht nur fachliche, sondern auch soziale und kulturelle Lernerfahrungen.

 

Fazit: Digitalisierung erlebbar machen

Die dreitägige Exkursion zeigte eindrucksvoll, wie eng Praxis und Lehre an der Hochschule Kehl miteinander verzahnt sind. Durch den direkten Kontakt zu Fachleuten aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft konnten die Studierenden ihr Wissen vertiefen und gleichzeitig ein Gespür für die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation entwickeln.

„Unsere Studierenden kehren mit vielen neuen Ideen zurück“, fasst Prof. Dr. Dietrich die Studienreise zusammen. „Die Smart Country Convention macht deutlich, dass die Zukunft der Verwaltung digital ist – und dass qualifizierte Nachwuchskräfte wie unsere BPM- und DVM- Studierenden diesen Wandel aktiv mitgestalten werden.“

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