Ottersweier als Kommune erfolgreich

Hochschule Kehl verleiht Zertifikat

Kehl. Die Gemeinde Ottersweier agiert als erfolgreiche Kommune, gemeinwohlorientiert und nachhaltig wirtschaftend. Gemessen und bestätigt hat dies die Hochschule Kehl, anhand ihres eigens dafür entwickelten Kehler Management-Systems (KMS).

„Eine Kommune ist nach dem KMS dann erfolgreich, wenn sie ihre Ziele, mit einem ausgeglichenen Haushalt, am Gemeinwohl orientiert, steuert. Das bedeutet, dass der Gemeinderat die Ressourcen gemäß dem Bürgerwillen so gezielt einsetzt, dass dadurch die Aufgaben gut erfüllt und die Daseinsvorsorge gewährleistet werden können“, sagt Prof. Dr. Roland Böhmer, Hauptinitiator des KMS und Professor der Hochschule. Der Erfolg einer Kommune messe sich insbesondere auch an der Zufriedenheit der Bürger.


„Die Gemeinde Ottersweier ist sehr reformwillig, daher sind wir nun schon zum zweiten Mal dabei. Es freut uns, dass wir die Anforderungen an ein zielorientiertes Handeln, eine vertrauensvolle Kultur und klare Strukturen erfüllen“, sagt der Bürgermeister der Gemeinde Ottersweier Jürgen Pfetzer.

Für die Gemeinde Ottersweier ergaben sich aufgrund der guten Ergebnisse im Rahmen der Ist-Analyse nur sehr überschaubare Verbesserungsmöglichkeiten. Diese werden, soweit möglich, mit Hilfe von Studierenden über Bachelorarbeiten, Fachprojekte, Proseminararbeiten usw. gelöst.

Die Gemeinde Ottersweier wird im Jahr 2021 zum dritten Mal eine Analyse ihrer Gemeinde mit Hilfe des KMS vornehmen und daraus wieder bestehende Verbesserungspotenziale ableiten.

 

„Um auch das KMS bzw. die darin verwendeten Methoden immer weiter zu verbessern wird der Kämmerer der Gemeinde Ottersweier, Herr Alexander Kern, in diesem Jahr zusammen mit Herrn Prof. Dieter Brettschneider von der Hochschule ein Fachprojekt gestalten. Hier soll es insbesondere darum gehen, das Diagnostik-Tool zu verbessern, welches der Ist-Analyse der Gemeinde dient“, so Prof. Dr. Böhmer.

 

Hintergrund zum Kehler Management-System (KMS)

Ausgangspunkt für die Entwicklung des KMS ist das vom Gesetzgeber geforderte neue kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR), um eine effizientere Steuerung der Kommunalverwaltungen zu ermöglichen. Der Hauptzweck der Einführung des NKHRs besteht darin, den politischen Entscheidungsträgern, den Bürgern und der Verwaltung ein realistisches Bild der wirtschaftlichen Lage der Kommune zu geben. Das speziell auf die Verwaltungspraxis ausgerichtete Management-System der Hochschule Kehl zielt darauf ab, insbesondere kleinere und mittlere Kommunen dabei zu unterstützen, ihr bestehendes Management im Sinne einer am Gemeinwohl orientierten und nachhaltig wirtschaftenden Kommune weiter zu entwickeln bzw. zu optimieren.

Verfahren des Kehler Management-System (KMS)

­­Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Kommune im Sinne des Gemeinwohls (§ 1 Abs. 2 GemO BW), ist zunächst der individuelle Optimierungsbedarf einer Kommune zu ermitteln, bevor darauf aufbauend ihr bestehendes Management optimiert werden kann.

Anschließend erfolgt die Analyse des Status quo mit einem speziell dafür entwickelten „Diagnostik-Tools“. Dafür werden Gemeinderäte, Führungskräfte und Mitarbeitende einer Kommune online befragt. Die Analyse teilt sich in sechs Erfolgscluster auf, welche aus vielen konkreten Erfolgsfaktoren und messbaren Kriterien bestehen. Hier zeigen sich bereits Optimierungsmöglichkeiten, auf deren Grundlage in Abhängigkeit von örtlichen Problemstellungen, Professoren aus verschiedenen Fachrichtungen mit Studierenden einen individuellen, ganzheitlichen Lösungsansatz für die jeweilige Kommune entwickeln. Das Ergebnis mündet in einen Projektauftrag, der etwa das „Soll-Profil“ beschreibt. Für die Umsetzung kommen erneut Studierende im Rahmen von Bachelorarbeiten oder Fachprojekten zum Einsatz, die von den fachlich zuständigen Professoren begleitet werden.

 

 

 

Foto (Hochschule Kehl):

Die Hochschule überreicht der Gemeinde Ottersweier das Zertifikat zum KMS.

Von links: Kämmerer Alexander Kern, Prof. Dr. Roland Böhmer, Bürgermeister Jürgen Pfetzer und Rektor Prof. Dr. Joachim Beck.

 

 

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