Theateraufführung und Diskussion

„Dein ist mein Herz – Europa“

Kehl. Anlässlich der Europawahlen hat in der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl eine Theateraufführung mit anschließender Diskussion stattgefunden.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass wir diese Veranstaltung nach Kehl haben holen dürfen. Kehl ist der ideale Ort dafür, denn in einer Grenzstadt spürt man deutlich, wie und ob Europa funktioniert“, sagte Prof. Dr. Joachim Beck, gewählter Rektor der Hochschule. Zudem merkte er an, dass Europa nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werde dürfte und dass es lohnend ist, sich auch dafür einzusetzen.

Prof. Dr. habil. Annegret Eppler, Inhaberin eines Jean-Monnet-Lehrstuhls, erklärte daraufhin, warum das Europäische Parlament ein „starker“ Akteur in der Europäischen Union (EU) ist und sich das Wählen lohnt. Sie wies die Kehler Studierenden darauf hin, dass ein erheblicher Teil der von ihnen ausgeführten Gesetze von der EU zumindest initiiert ist und forderte sie auf, „Einfluss auf den Inhalt der VSV“ zu nehmen.

Im Anschluss ergriff die personifizierte „Europa“ das Wort und ließ die Zuschauenden an ihrer Geschichte und an ihrer Gefühlswelt teilhaben.

Ein gelungener Abschluss des Theaterstücks war „Polyhymnia“, die mit ihrer Stimme durch die Klangwelt Europas führte und so die sprachliche Vielfalt der Europäischen Union zum Ausdruck brachte.

 

Die nachfolgende, von Professorin Eppler moderierte, Podiumsdiskussion griff Teile des Theaterstücks, aber auch die aktuellen Herausforderungen der EU auf. „Die Vielfältigkeit, die wir in Europa haben, müssen wir als Stärke verstehen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir uns als Europäer auf Gemeinsamkeiten einigen, um in der Welt bestehen zu können“, sagte Felix Kolb, Student der Hochschule Kehl und Vorsitzender des Politikreferats.

Dieser Ansicht schloss sich Prof. Dr. Fabrice Larat von der École Nationale d`Administration Strasbourg an und sagte, dass Europa mit einer Stimme sprechen müsse. „Europa bringt so viele Vorteile mit sich und doch sind viele Bürgerinnen und Bürger nicht überzeugt. Wir müssen die Verbundenheit zur Europäischen Union wieder herstellen“, sagte Prof. Dr. Larat.

 

„Europa ist einzigartig und muss ein Erfolgsmodell bleiben. Dafür ist es wichtig, dass Europa junge Menschen erreicht, denn es geht um ihre Zukunft“, so Dr. Alexandra Zoller vom Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg. Dr. Zoller erläuterte im Detail, was die Landesregierung unternimmt, um die Landesverwaltung – insbesondere auch den gehobenen Verwaltungsdienst – „europafähig“ zu machen.

Um junge Menschen für Europa zu begeistern, hat Uwe Fromm in Kehl die überparteiliche Organisation Junge Europäer Kehl (JEF Baden-Württemberg) gegründet. „Leider sind sich viele junge Menschen in Kehl nicht darüber bewusst, in welch einer Lage sie wohnen und wie sehr sie dank der Europäischen Union profitieren“, merkte Fromm an. Man vergesse zudem schnell, was Streit und Disharmonien kosten können. Aus diesen Gründen mache er sich weiter für eine große Einheit stark.

Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg, dem Jean-Monnet Lehrstuhl von Prof. Dr. habil. Annegret Eppler und dem studentischen Politikreferat der Hochschule Kehl statt. Sie wurde vom Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung finanziell gefördert und vom Europa Zentrum Baden-Württemberg durchgeführt.

 

 

Foto 1 (Hochschule Kehl):

Die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion sowie die Theatergruppe

 

Foto 2 (Hochschule Kehl):

„Europa“ in ihrer leiblichen Gestalt ergriff in der Hochschule Kehl das Wort.

 

 

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