Das Beste aus beiden Welten vereinen

Dr. Brandenburg (MdB) besucht die Hochschule Kehl

Kehl. In der letzten Woche hat die Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl Dr. Jens Brandenburg begrüßen dürfen. Dr. Brandenburg ist FDP-Bundestagsabgeordneter, Sprecher für Studium, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen. Anlass des Treffens mit Hochschulrektor Prof. Dr. Joachim Beck war ein gegenseitiges Kennenlernen und Informationsaustausch zu diversen Themen.

Hauptthema war die digitale Lehre, die an der Hochschule Kehl aufgrund der Corona-Pandemie einen erheblichen Aufschwung erleben durfte. „Unsere Studierenden erwerben ihr Wissen in der Pandemiezeit hauptsächlich über digitale Lehrformate. Die Möglichkeiten des Wissenserwerbs werden so individueller sowie zeit- und ortsunabhängig“, so der Rektor. Ziel sei es auch nach der Pandemie mit der digitalen Lehre fortzufahren und von ihren Vorteilen zu profitieren. „Die Lehre wird sich mehr und mehr zu einer Mischform entwickeln, die das Beste aus beiden Welten – Online und Präsenz ­– vereint und anwendet“, sagte der Abgeordnete Dr. Brandenburg.

Prof. Dr. Beck stimmte dieser Aussage zu und berichtete, dass die Hochschule sich schon auf diesen Weg gemacht habe: „Die Hochschule hat bereits eine Arbeitsgemeinschaft zu diesem Thema gebildet. Wir erarbeiten darin das Lehrformat ‚blended learning‘, also die Kombination von verschiedenen Lernformen, wie z. B. die klassische Praxisvermittlung in der Präsenz und online Elemente zum Wissenserwerb“.

Dr. Brandenburg kämpfe im Zuge dessen für eine Reform der Verordnung über die Lehrverpflichtung an Hochschulen, da es kaum möglich sei den Lehraufwand inkl. Vor- und Nachbereitung zeitlich zu messen. „Diese Verordnung harmoniert nicht mehr mit dem digitalen Zeitalter. Damit Lehrende ihr Wissen digital vermitteln und Spaß daran haben, müssen wir Anreize schaffen und aus diesem Grund muss diese Verordnung eine Aktualisierung erfahren“, so Dr. Brandenburg.

An dieses Thema schloss sich eine Diskussion über die Digitalisierung der Verwaltung an. Konsens bestand darin, dass die Herausforderung nicht nur in einer Umgestaltung der Benutzeroberfläche, sondern vor allem darin liege, Prozesse und Produkte zu modernisieren.

Der FDP-Landtagskandidat und Rheinauer Stadtrat Yannick Kalpupke sieht hierbei in der Digitalisierung der Verwaltung auch eine Chance für einen effektiven Bürokratieabbau und mehr Flexibilität der Mitarbeitenden sowie mehr Bürgerfreundlichkeit. Der FDP-Ersatzkandidat Benedikt Eisele, der selbst einen Abschluss an der Hochschule gemacht hat, bedauerte dass er in der Praxis aufgrund rechtlicher Hürden zu wenig auf die digitalen Möglichkeiten zurückgreifen kann und stattdessen erstmal lernen musste, wie ein Faxgerät funktioniert. Hier besteht aus seiner Sicht dringender Handlungsbedarf.

Im Anschluss des Gesprächs mit dem Rektor folgte ein Rundgang durch die Hochschule und ein Gespräch mit Studierenden über die aktuelle Studiensituation.

 

Foto (Hochschule Kehl)

Von links: Rektor Prof. Dr. Joachim Beck,, Dr. Jens Brandenburg (MdB) und Yannick Kalpupke (Landtagskandidat)

 

 

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