Aktuelle kommunalpolitische Themen beim „Berlin-Seminar“ der Hochschule Kehl

Kehl. Bereits zur Tradition geworden ist das sog. „Berlin-Seminar“ der Hochschule Kehl, das schon seit über 20 Jahren stattfindet, immer wieder mit neuen und aktuellen kommunalpolitischen Themen. Die Seminarleiter sind der frühere Rektor der Kehler Hochschule Prof. Paul Witt und der Dekan der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Aribert Kopnarski. Teilnehmende sind darüber hinaus 20 Studierende des Bachelorstudiengangs „Public Management“, die das Proseminar als Pflichtmodul absolvieren.

Bisher fand das Seminar immer in Berlin statt, wo auch ein attraktives Rahmenprogramm geboten wurde. Besichtigungen und Führungen im Bundeskanzleramt, im Bundesrat und Bundestag standen ebenfalls auf dem Programm wie ein Besuch in der Landesvertretung Baden-Württemberg. Ein Besuch bei Majbrid Illner in ihrer Talkshow gehörte ebenso zum Programm wie eine Schifffahrt auf dem Landwehrkanal und der Spree. Schließlich informierten sich die Studierenden auch über die eher unrühmliche deutsche Geschichte mit einem Besuch im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen oder in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen.

Dieses Jahr war alles anders: Das Seminar fand nicht in Berlin statt, sondern in Kehl, in Oberschwaben, in Baden, in Hohenlohe, im Stuttgarter Raum, auf der schwäbischen Alb, im Hotzenwald, am Bodensee oder wo immer sich die Studierenden aufhielten und an ihren Computern per Videokonferenz zugeschaltet wurden.

Nicht minder interessant waren die Themen:

Verschiedene Referate, die von den Studierenden vorgetragen wurden, beschäftigen sich mit dem Thema Bürgermeister*innen. Man referierte über das Sozialprofil, die Bedeutung des Amtes, die Nutzung von sozialen Medien durch die Bürgermeister*innen und die Attraktivität des Berufs.

Es ging außerdem um die Frage, ob Bürgermeister*innen in Kreistagen vertreten sein sollen und um die Volkswahl der Landräte*innen. Auch das Sozialprofil von Gemeinderäten*innen wurde unter die Lupe genommen.

Bei den Finanzthemen ging es um Interkommunale Zusammenarbeit, um Haushaltskonsolidierung und um die Neugestaltung des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens.
Spannend waren auch die Themen, bei denen es um Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen, sowie um den demographischen Wandel ging. Die Frage, ob es eine Krise des Bürgerschaftlichen Engagements gibt, wurde ebenso beantwortet wie die Auswirkungen der Migration auf kommunaler Ebene sowie das Thema „E-Demokratie – Möglichkeiten, Realisierungschancen und Probleme“. Schließlich ging es um kommunale Jugendpolitik und kommunale Kulturpolitik sowie um direktdemokratische Elemente in der Kommunalpolitik. Die Rolle der politischen Akteure*innen (Bürger*innen, Bürgermeister*innen, Gemeinderat, Verwaltung) im Rahmen der unterschiedlichen Kommunalverfassungssysteme war ebenfalls ein Thema, wie auch „Korruption in der öffentlichen Verwaltung“.

Nach drei Tagen konzentrierten Arbeitens waren sich die Studierenden und ihre beiden Seminarleiter einig, dass die diskutierten Themen interessant, aktuell und spannend waren, dass das Format in Berlin allerdings ein „Highlight“ gewesen wäre. Bleibt zu hoffen, dass das Seminar im nächsten Jahr wieder in der Hauptstadt stattfinden kann. Übrigens eine Anmerkung zum Schluss: An dem traditionellen Berlin-Seminar haben nicht wenige Studierende teilgenommen, die heute erfolgreiche Bürgermeister*innen in Baden-Württemberg und darüber hinaus sind.

 

Zum Bild (Hochschule Kehl):

20 Studierende mit den Kehler Professoren Dr. Aribert Kopnarski (zweite Person von links, 1. Reihe horizontal) und Paul Witt (erste Person von links, 1. Reihe horizontal) diskutierten an drei Tagen per Videokofenrenz über aktuelle kommunalpolitische Themen.

 

 

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