Digitalisierung im öffentlichen Sektor
DECIDE
Projektträger: Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl

Behörde: Agentschap Binnenlands Bestuur
Standort
Brüssel
Status
Laufend

Kurzbeschreibung

Das Projekt DECIDE (Data-driven Exploration in Contextual Information on Decisions) zielt darauf ab, die Qualität von politischen Entscheidungen zu verbessern, öffentliche Dienstleistungen effizienter zu gestalten und die demokratische Transparenz zu erhöhen. Dafür soll ein Legislative and Decision Data Space (DS) entwickelt werden, der lokale und regionale Regierungsentscheidungen mit relevanten thematischen Daten verknüpft.

Zielsetzung

Durch die strukturierte Veröffentlichung von Gesetzgebungen und Beschlüssen als Linked Open Data (LOD) soll eine maschinenlesbare, interoperable Datenbasis geschaffen werden.

Zielgruppe

Die Datenbasis soll sowohl von Verwaltungen als auch von Bürger*innen und Unternehmen genutzt werden.

Mehrwert für die Zielgruppe

Langfristig soll DECIDE als zentrale Datenkomponente im European Data Space for Smart Communities fungieren und mit anderen sektoralen Datenräumen verknüpft werden. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf Interoperabilität, Transparenz und nachhaltiger Governance, um eine breite Skalierbarkeit und Übertragbarkeit auf andere europäische Städte und Regionen zu ermöglichen.

Herausforderungen

Grundvoraussetzung für das Projekt ist ein Standard-Schnittstelle (API) für den Zugang zu Ratsinformationssystemen. Innerhalb der BRD gibt es mit OParl eine Initiative des offenen Zugangs auf parlamentarische Informationssysteme. Diese Standards müssen mit dem belgischen offenen semantischen Informationsstandard OSLO (Open Standards for Linked Organisations) harmonisiert werden. Die angestrebte Use-Case-Entwicklung in den Pilotstädten und das notwendige Innovationsmanagement wird durch die kurze Projektlaufzeit erschwert.

Zentrale Erfolgsfaktoren

Neben den offenen Schnittstellen der Ratsinformationssystemen und Datenverbindungen (Linked-Data-Transformation, Universal Trust Data Registry), benötigt es verschiedene Bausteine zu einem europäischen Datenraum (Label-Machine, Data Quality Manager, Thesauri & registries, Vocabularies & Standards, Impact-Match-Maker, Federation layer to Local Data spaces). Beim Aufbau urbaner Datenräume auf kommunaler Ebene muss ein ganzheitliches Datenmanagement als strategische Herausforderung verstanden werden. Die notwendige Datenarchitektur muss mit einem passenden Rollenkonzept organisiert und etabliert werden. Hierzu müssen neue Kompetenzen innerhalb der Verwaltung und Stadtgesellschaft aufgebaut werden.

Weiterführender Link

https://www.ds4sscc.eu/

Besonders hilfreich war

Das Projektkonsortium von DECIDE möchten die Hilfe von Open Source Dataspace-Technologien und transparenter KI in Anspruch nehmen, um die Daten zu strukturieren und anzureichern, damit relevante Daten aus authentischen Entscheidungen extrahieren und weitergeben werden können.

Lessons learned

Die Initiative „European Data Space for Smart Communities“ (DS4SSCC-DEP) ist eine zentrale Maßnahme im Anschluss an die vorbereitenden Arbeiten für einen Datenraum für nachhaltige und intelligente Städte und Gemeinden (DS4SSCC): https://www.ds4sscc.eu/

Projektpartner und Kooperationen

Kommune — Stadt Freiburg

Rathausplatz 2-4
79098 Freiburg
buergerberatung@freiburg.de
https://www.freiburg.de

Kommune — Stadt Bamberg

Maximiliansplatz 3
96047 Bamberg
smartcity@stadt.bamberg.de
https://www.stadt.bamberg.de/

Kommune — Stadt Gent

Botermarkt 1
9000 Gent
gentinfo@stad.gent
https://stad.gent/de

Wissenschaftliche Einrichtung — Friedrich-Schiller-Universität

Fürstengraben 1
07743 Jena
presse@uni-jena.de
https://www.uni-jena.de/

Ansprechperson

Prof. Dr. Antje Dietrich

Kinzigallee 1
77694 Kehl
07851894506
dietrich@hs-kehl.de
https://www.hs-kehl.de/lehrkraft/dietrich/

Projektkoordinator

Hannes Köninger

Kinzigallee 1
77694 Kehl
07851 894-506
koeninger@hs-kehl.de
https://www.hs-kehl.de/

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