Austausch mit burundischer Botschafterin setzt wichtigen Impuls für Hochschulzusammenarbeit

Im Rahmen des Amahoro!-Netzwerktreffens der Landespartnerschaft Baden-Württemberg und Burundis trafen Prof. Dr. Ewald Eisenberg sowie Teilnehmende des Deutsch-Burundischen ASA-Projektes im April 2026 auf die burundische Botschafterin in Deutschland, I.E. Frau Annonciata Sendazirasa. Im Mittelpunkt stand dabei der Fortschritt der akademischen Partnerschaft und die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Kehl und der Université du Burundi langfristig weiterentwickelt werden kann.

Das Gespräch bildete zugleich den offiziellen Auftakt des diesjährigen ASA-Projekts an der Hochschule Kehl, welches diese akademische Partnerschaft belebt. Seit dem 9. April 2026 arbeiten die vier Studierenden Ornella Akingeneye, Diane Bikorimana, Eric Niyonkinzo und Charlotte Michel aus Burundi und Deutschland am Kehler Institut für Angewandte Forschung (KIAF) an dem Projekt „Gemeinsam gestalten statt nur verwalten: Ein Masterprogramm zu lokaler Regierungsführung entwickeln“. Ziel des Projekts ist es, die Grundlagen für ein gemeinsames Masterprogramm zu schaffen, das Mitarbeitende der Kommunalverwaltung in Burundi für die Anforderungen einer dezentralen Verwaltungsstruktur qualifiziert.

Das ASA-Programm bietet dafür den passenden Rahmen: Es ermöglicht jungen Menschen aus Deutschland und Partnerländern seit 65 Jahren, in internationalen Teams an entwicklungspolitischen Projekten zu arbeiten und sich in Seminaren mit Fragen nachhaltiger Entwicklung auseinanderzusetzen. Ein erstes ASA-Projekt der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl wird gemeinsam mit dem Chalimbana Local Governance Training Institute (CLGTI) in Sambia umgesetzt und widmet sich dem Themenfeld Digitalisierung. Die Teilnehmenden Frederik Springman, David Woelky, Brian Hamusunse und Christopher Shawa unterstützen die Modernisierung des Instituts und entwickeln digitale Weiterbildungsangebote. Zugleich dient das ASA-Programm am CLGTI als Personalentwicklungsinstrument für junge Lehrende, die ihre Fähigkeiten im Rahmen der Zusammenarbeit gezielt weiterentwickeln können.

Im zweiten Projekt mit der Université du Burundi steht nicht nur die fachliche Zusammenarbeit im Vordergrund, sondern auch der Austausch zwischen den Partnerhochschulen und die gemeinsame Entwicklung konkreter Strukturen für die Zukunft. Die Hochschule Kehl knüpft mit dem Projekt an die langjährige Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi an, die seit mehr als 40 Jahren besteht. Die Kooperation wurde zuletzt durch einen im Jahr 2024 geschlossenen Vertrag zwischen der Hochschule Kehl und der Université du Burundi weiter vertieft. Das aktuelle ASA-Projekt bildet nun einen wichtigen Baustein, um diese akademische Zusammenarbeit mit Blick auf ein ab 2027 geplantes Masterprogramm weiter zu institutionalisieren.

Neben dem Austausch zur Hochschulkooperation wurden in Stuttgart auch weitere Kooperationen zwischen Baden-Württemberg und Burundi besprochen. Im Anschluss nahmen die Beteiligten am Netzwerktreffen „Amahoro!“ im Rahmen der FairHandeln Messe teil und nutzten die Gelegenheit für weitere Gespräche mit Partnern der Landespartnerschaft.

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