Der Lehrbeauftragte und Kehler Historiker Friedrich Peter M.A. hat sich in seiner Forschungs- und Versöhnungsarbeit über 40 Jahre intensiv mit der Geschichte der Juden von Kehl, besonders die Schicksale in der Zeit des Nationalsozialismus, beschäftigt. In einem übersichtlichen und dennoch detaillierten Buch zeigt der Autor sowohl das Entstehen der jüdischen Gemeinde Kehls wie auch die tragischen Familiengeschichten der Kehler Juden auf. Dabei führt das Buch mit dem Titel „Auf den Spuren der Stolpersteine in Kehl – Erinnerungen an das jüdische Kehl“ sowohl zu den Wohn- und Lebensorten der jüdischen Kehler wie die Familien Rosenthal, Bensinger, Weil oder Wertheimer als auch zu den Erinnerungsorten wie die ehemalige Synagoge oder den jüdischen Friedhof. Das Buch ist dem noch letzten lebenden Zeitzeigen Harry (Arie) Bruchsaler gewidmet, der im Alter von 103 Jahren in Israel lebt.
„Das Buch bietet eine wertvolle Möglichkeit, die lokale jüdische Geschichte lebendig zu entdecken. Meine Arbeit setzt ein wichtiges Zeichen der Erinnerung an die Vergangenheit – sie trägt nicht nur zur Bewahrung historischer Wahrheit bei, sondern ist auch grundlegend für den Schutz und Erhalt einer lebendigen Demokratie“, so Friedrich Peter über sein Werk.
Anhand der Stolpersteine in Kehl werden die Leser*innen auf eine bewegende Reise durch die Stadt mitgenommen, bei der Geschichte lebendig erzählt wird. Zahlreiche historische Fotografien der einzelnen jüdischen Familien geben Auskunft über ihr Leben inmitten der Stadt Kehl.
Das Buch kann in der Bibliothek der Hochschule ausgeliehen oder bei der Buchhandlung Baumgärtner, Kehl oder in den Tourist-Info am Marktplatz erworben werden.
Einladung: Am Montag, 29.09.2025 um 17 Uhr lädt Friedrich Peter zu einem Vortrag zum „Jüdischen Kehl“ in den Raum 008 ein. Anschließend findet um 18 Uhr ein etwa einstündiger geführter Rundgang zu den Kehler Stolpersteinen als Orte der Erinnerung statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.