Gelungener Alumnitag an der Hochschule Kehl

Zu seinem traditionellen jährlichen Ehemaligentreffen hatte der Verein der Freunde der Hochschule Kehl letzte Woche im Rahmen des Sommerfests der Hochschule seine Mitglieder eingeladen. Es sollte ein ganz besonderes Event werden: Ein Borderwalk, also ein geführter Spaziergang über die Grenze nach Straßburg und dann wieder zurück zur Hochschule. Etwa 30 Mitglieder waren der Einladung gefolgt, darunter auch ehemalige Hochschulprofessorinnen und -professoren wie Prof. Dr. Annette Bernards, Prof. Dr. Peter-Christian Kunkel und Prof. Manfred Lang.

Zum Auftakt traf sich die Gruppe in der Mensa der Hochschule. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Prof. Paul Witt stellte Rektor Prof. Dr. Joachim Beck die aktuellen Aktivitäten der Hochschule Kehl vor. Er sprach von steigenden Bewerberzahlen und von einer positiven Entwicklung der Hochschule.

Nach dem Essen ging es unter fachkundiger Leitung von Prof. Dr. Michael Frey durch Kehl, wo verschiedene Stationen angegangen wurden. Vorbei an den „Stolpersteinen“, die an die Deportation von Jüdinnen und Juden aus Kehl erinnern, ging es zum Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz, welches an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870/71 erinnert. Die auffällige Frauenfigur, die „Mutter Kinzig“, ist die Eisengussstatue des Bildhauers Franz Xaver Reich und war ursprünglich Teil der alten Eisenbahnbrücke zwischen Kehl und Straßburg.

Weiter ging es ins Rheinvorland und zur Passerelle des Deux Rives. Die „Brücke der zwei Ufer“ ist eine Fuß- und Radwegbrücke über den Rhein und verbindet Kehl mit Straßburg, eines der sichtbarsten Symbole der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Sie wurde gebaut zur ersten grenzüberschreitenden Gartenschau 2004. Der Entwurf des Pariser Architekten Marc Mimram sollte nicht nur verbinden, sondern auch einen Aufenthaltsort schaffen. Deshalb gibt es in der Mitte eine Plattform mit herrlichem Blick auf den Rhein. Prof. Dr. Frey erläuterte an diesem historischen Punkt die deutsch-französiche Zusammenarbeit und übergab dann an seine Mitarbeiterin Rahel Alia Müller, welche die Führung auf der französischen Seite fortsetzte.

Die letzte Station war der Cherman-Panzer „Cherbourg“ am deutsch-französischen Rheinuferweg, der kein gewöhnliches Militärdenkmal sein soll, sondern ein Mahnmal für die elsässische Zerrissenheit im Zweiten Weltkrieg darstellt. Die Botschaft des Denkmals in unmittelbarer Nähe eines deutsch-französischen Kindergartens ist nicht „militärischer Sieg“, sondern Versöhnung und Erinnerung, passend zum heutigen Grenzraum Kehl-Straßburg.

Zurück ging es dann mit der französischen Tram, die am 28. April 2017 eingeweiht wurde und Straßburg mit Kehl verbindet. Ende 2018 wurde die Linie D bis zum Kehler Rathaus verlängert. Die Hochschule hat eine eigene Haltestelle, die auch „Hochschule“ heißt, und auf die in der Tram hingewiesen wird mit „Nächster Halt Hochschule Kehl! Oh, jetzt wird’s gscheid!“

Rechtzeig zum Fassanstich durch den Rektor war man dann wieder in der Hochschule und feierte mit der ganzen Hochschulgemeinde das diesjährige Sommerfest.

Kontakt

Kommunikationsmanagement

+49 7851 894-141
presse(at)hs-kehl.de
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors