GRENZCAP
Stärkung der Kompetenzen und Entwicklung der systematischen Berücksichtigung der Grenzlage in den Verwaltungen am Oberrhein
Am Oberrhein gehört das tägliche Pendeln über Grenzen zum Alltag – sei es zur Arbeit, zur medizinischen Versorgung oder zum Studium. Für die Verwaltungen ist grenzüberschreitende Zusammenarbeit jedoch oft kompliziert: Unterschiedliche Systeme und fehlende Abstimmung bremsen den Austausch.
Hier setzt GRENZCAP an. Das Projekt stärkt die grenzüberschreitenden Kompetenzen von Verwaltungsmitarbeitenden und Entscheidungsträger*innen durch passgenaue Fortbildungen, strukturierte Kurzpraktika in Nachbarverwaltungen und praxisnahe Werkzeuge für einen echten „grenzüberschreitenden Reflex“. Alle Maßnahmen – von Schulungsmodulen über juristische Analysen bis hin zu Begleitmaterialien – werden durch das Euro-Institut in Zusammenarbeit mit der Hochschule Kehl erprobt und langfristig verfügbar gemacht, sodass am Ende der Projektlaufzeit ein neues, dauerhaftes Fortbildungsangebot für Entscheidungsträger*innen steht.
Durch die entwickelten Fortbildungen soll die gegenseitige Kenntnis der Verwaltungsakteure und -systeme im Oberrheingebiet gestärkt, und der Austausch zwischen jenen Akteuren, die sich mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit beschäftigen, gefördert werden. Zudem ist die bessere Berücksichtigung und Integration der grenzüberschreitenden Angelegenheiten in den lokalen und regionalen Politikfeldern ein weiteres Ziel.
Auf diese Weise trägt GRENZCAP dazu bei, dass Verwaltungen dies- und jenseits des Rheins besser zusammenarbeiten – für eine öffentliche Verwaltung, die schneller, verständlicher und wirksamer auf die Herausforderungen einer grenzüberschreitenden Region reagieren kann.
Projektdauer: 01.08.2025 – 31.12.2027
Kofinanziert durch: EU (Interreg), Collectivité européenne d’Alsace, Eurométropole de Strasbourg, Région Grand Est, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Projektträger: Euro-Institut
Projektleitung: Prof. Dr. Michael Frey
Projektmitarbeitende: Philipp Boetzelen, Lea Frey