Kommunikation und Konfliktmanagement durch Mediation in der öffentlichen Verwaltung

Konzeption eines Fortbildungsangebots Mediation

1. Die grundlegende Annahme der Innovationsfähigkeit in öffentlichen Verwaltungen fordert  mediative Kompetenzen bei den Handelnden

„Verwaltungen müssen insgesamt eine „Kultur der Beweglichkeit“ entwickeln, die durch Offenheit und Wachheit für neue Entwicklungen gekennzeichnet ist. Diese Einstellung („Mindset“) muss auf allen Ebenen vorhanden sein, aber vor allem auch durch die Führung angeregt und unterstützt werden. Eine kulturelle Diversität, sowohl im Hinblick auf Eigenschaften und Herkünfte als auch im Hinblick auf Professionen, erweitert dabei den Raum der Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten und sichert evolutionäre Vielfalt. Klassische Verständnisse von Strategie und Planung denken in langen Zyklen. Diese werden den Erfordernissen eines Management von Unsicherheit und Nichtwissen in der VUCA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität bzw. Mehrdeutigkeit) nicht gerecht. In diesem Umfeld sind neue Verständnisse von Organisation, neue Formen von Entscheidungen sowie neue Kompetenzen der handelnden Personen erforderlich.“ ( Prof. Dr. Hermann Hill, Universität Speyer, „Die zukunftsfähige Verwaltung“)

Staatliche und kommunale Verwaltungen sehen sich deshalb zukünftig sowohl nach Außen wie nach Innen neuen Anforderungen in der Bewältigung  zukunftsorientierter Aufgaben und Prozesse gegenüber. Bürgerschaftliches Engagement und die Einbindung der BürgerInnen in kommunale Entscheidungs- und Planungsprozesse werden in der nahen Zukunft eine genauso zentrale Rolle spielen wie der innerorganisatorische Umgang mit den Anforderungen der Beschäftigten. Den Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung wird zunehmend die Rolle zukommen, komplexe Prozesse zu initiieren, diese Prozesse zu begleiten und bei deren inhaltlichen Gestaltung aktiv mitzuwirken. Das Curriculum eines klassischen Bachelor-Studiums ist für diese Aufgabe nicht mehr ausreichend. Deshalb ist das Kennenlernen von Methode und Verfahren der Mediation ein wichtiger neuer Baustein in der Qualifizierung der öffentlichen Verwaltung.

2. Zielgruppen:

Zielgruppen sind Mitarbeitende in der klassischen Querschnittsverwaltung insbesondere den Personalverwaltungen einerseits und andererseits Beschäftigte, die mit dem Management von komplexen Verwaltungsverfahren betraut sind und/oder viele Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung zu bewältigen haben (z. B. Umwelt-,  Bau- und Straßenrecht).

 

3. Inhalte und Aufbau des 2-tägigen Workshops Mediation

Das strukturierte Mediationsverfahren kennenlernen, Mediations- und Kommunikationstechniken erlernen und in Planspielen umsetzen und erfahren. Erkenntnisgewinn für die eigene Arbeit bei der konsensualen Lösung von Konfliktlagen.

 

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Kommunikation und Konfliktmanagement durch Mediation in der öffentlichen Verwaltung

2-tägiger Workshop an der Hochschule Kehl – Hochschule für öffentliche Verwaltung

 

Referenten:         Prof. Charlotte Schulze, Hochschule Kehl, Mediatorin

                            Harald Walther, Direktor des Amtsgerichts, Dipl.-Verw., Mediator BM®

 

Termin:                 Freitags/Samstag 15.06. – 16.06. 2018

Kosten:                290,-- EUR

 

 

 

1. Tag2. Tag
Anreise der Teilnehmer bis 10.00 Uhr9:00 UhrWarm-up – „Harmonie“ (hw)
10:00 UhrAnkommen der Teilnehmer (Empfang mit Kaffee, Tee, Wasser)9:15 UhrVortrag „Mediation und Güterichter“ (hw)
Anwendungsfelder und Grenzen
10:30 Uhr Begrüßung (interaktive Vorstellung der Teilnehmer), Einführung in das Thema. Die Teilnehmer stellen sich in Gruppen zu Dreien gegenseitig vor; jeder in der Gruppe stellt eine andere Person aus seiner Gruppe dem Plenum vor (erste Anforderungen an Kommunikation)10:00 UhrDiskussion
10:30 UhrKaffeepause
11:00 UhrMediationstechniken Besondere Kommunikations- und Fragetechniken, etc. (Übungen)
11:00 UhrMediation – Methode und Verfahren mit praktischer Übung (kurzes Beispiel)12:30 Uhr

Mittagspause

12:30 Uhr Mittagspause

 

13:30 Uhr Planspiel 2 – Interner Konflikt

 

(Personalvertretungsrecht)

13:30 UhrKommunikationsübungen (jeweils 3 Teilnehmer üben das 5-Phasen-Modell anhand eines kleinen überschaubaren Konflikts), Unterstützung der einzelnen Gruppen von den beiden Referenten15:00 UhrAnalyse Planspiel 2
15:30 UhrAbschlussbesprechung
16:00 UhrEnde des Workshops
14:30 UhrAnalyse im PlenumAbreise der Teilnehmer
15:30 UhrKaffeepause
16:00 UhrPlanspiel Verwaltungsmediation – externer Konflikt (Baurecht, Schulrecht, o.a.).Übung mit zu 5 Personen, mit verteilten Rollen

 

17:30 UhrAnalyse im Plenum
18:00 UhrEnde des 1. Tages

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