Rektor Prof. Paul Witt beim 4. Demokratiekongress in der Mongolei

Thema „Bürgernahe Verwaltung durch Dezentralisierung“

Dieser Tage weilte der Rektor der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl, Prof. Paul Witt, zu einem mehrtägigen Auslandsaufenthalt in der Mongolei. Eingeladen hatte das Auslandsbüro in Ulaanbatar der Konrad-Adenauer-Stiftung. Anlass war der 4. Demokratiekongress der Mongolei zum Thema „Bürgernahe Verwaltung durch Dezentralisierung“. Miteingeladen war auch der Landtagsabgeordnete Jörg Kiesewetter, Mitglied des sächsischen Landtags.

Der Auftakt der dreitägigen Veranstaltung war ein Roundtable-Gespräch mit Experten zum Staatsaufbau der Mongolei. Dieses fand im Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ulaanbatar statt. Neben Prof. Paul Witt und dem Abgeordneten, Jörg Kiesewetter, nahm eine ganze Reihe von mongolischen Experten an dem Gespräch teil. Am Nachmittag gab es ein weiteres Gespräch mit dem Dekan und Professoren der Fakultät für Politikwissenschaften an der Staatsuniversität der Mongolei. Die Staatsuniversität ist die größte Universität der Mongolei und hat ihren Sitz in der Hauptstadt Ulaanbatar.

Am nächsten Tag ging es zur Verwaltungsakademie der Mongolei, die ebenfalls ihren Sitz in Ulaanbatar hat. Dort wurden die Gäste von Prof. Dr. Zulpkhar Sarhad, dem Rektor der Verwaltungsakademie, begrüßt. Die Verwaltungsakademie ist direkt dem Präsidenten unterstellt und hat den Rang der französischen ENA. Es gab zwei Gesprächsrunden: zum Thema „Bürgernahe Verwaltung“, die der Abgeordnete Jörg Kiesewetter leitete und zum Thema „Kommunalpolitik und Public Administration“, die von Prof. Paul Witt geleitet wurde. Sehr interessiert waren die Vertreter der Verwaltungsakademie und der Staatsuniversität der Mongolei auch an einer Kooperation mit der Hochschule Kehl. Entsprechende Dozentenaustausche im Rahmen des EU-Förderprogramms ERASMUS sind geplant.

Am dritten Tag fand der 4. Demokratiekongress der Mongolei statt. Prof. Paul Witt hielt einen Vortrag zum Thema „Quo vadis? Kommunale Selbstverwaltung in Deutschland“. In einer anschließenden Podiumsdiskussion unter dem Motto „Nah versorgt! Der Staat als Dienstleister und Förderer von Bürgerbeteiligung“ wirkte Rektor Prof. Paul Witt zusammen mit dem ehemaligen Bildungsminister und einem Experten der Regierungskanzlei der Mongolei mit. Eine Reihe von Gesprächen und Diskussionen mit verschiedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Kongress schloss sich an.

Trotz der Tatsache, dass sich nach der demokratischen Revolution in der Mongolei im Jahr 1990 insgesamt eine stabile Demokratie entwickelt hat, ist diese von sehr häufigen Regierungswechseln geprägt. In den vergangenen 28 Jahren waren 16 Regierungen an der Macht. Es ging in den Gesprächen auch um die Stabilisierung dieser Demokratie.

Die Mongolei hat drei Millionen Einwohner. Davon wohnen die Hälfte in der Hauptstadt Ulaanbatar. Die andere Hälfte wohnt verteilt in den Provinzen oder bewegt sich als Nomaden im Land. Die Fläche der Mongolei ist fünfmal so groß wie Deutschland.

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Die Referentinnen und Referenten beim 4. Demokratiekongress in der Mongolei. (Bildquelle: Konrad-Adenauer-Stiftung)

 

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