Regelmäßig finden Studienfahrten nach China, Südafrika, Rumänien und die USA statt, die vom akademischen Auslandsamt in Zusammenarbeit mit den dortigen Partnerorganisationen durchgeführt werden.

 

Auch binationale Seminare, insbesondere mit Studierenden aus Russland, Polen und Frankreich, finden jährlich statt. Hierbei besucht die Hochschule Kehl mit ihren Studierenden regelmäßig die Partneruniversitäten und -hochschulen im Ausland und ist im Gegenzug immer wieder gern Gastgeber für die ausländischen Seminarteilnehmer.

2015: Studienreise Budapest (Ungarn)

Mit viel guter Laune und Wissbegier machten sich fünf unerschrockene und aufgeschlossene Masterstudenten des Studiengangs European Public Administration am 26. Mai 2015 auf den Weg ins ferne Ungarn.

Das Ziel hieß Budapest - die Landeshauptstadt. Nach einer sehr erholsamen ersten Nacht in unserer luxuriösen Mehrzimmersuite (= Dreibettzimmer im Wohnheim), hatten wir am nächsten Morgen eine Konsultation bei einem Vertreter der Nationalen Universität für den öffentlichen Dienst. Nach einem sehr interessanten Vortrag sowie dem anschließenden Austausch mit einheimischen Studierenden, hatten wir das Vergnügen, den kontroversen und kritischen Ausführungen des ehemaligen Justizministers zu folgen.

Nach einem vorzüglichen Mahl im lokal-typischen ungarischen Betriebsrestaurant (= Mensa) durften wir uns auf den Weg machen, die Stadt Budapest auf eigene Faust zu erkunden (= shoppen). Sowohl die kulturellen Aspekte (= Starbucks) als auch die Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit der Einwohner Budapests erwärmten unser Herz von Beginn an und machten für uns die interkulturellen Erfahrungen leicht greifbar (= Wo sind wir hier???).

Im Anschluss an die Erkundung der Innenstadt stachen wir in See, um die Perle der Donau auf Schifffahrtswegen kennen zu lernen. Später am Abend machten wir uns auf, die Nachtkultur (= Ruine-Kneipen-Tour) dieser eindrucksvollen Stadt zu erleben.

Am darauffolgenden Tag wurde uns die sowohl fortschrittliche als auch geschichtsträchtige Stadt Budaörs (= best city ever) vorgestellt, die nach dem zweiten Weltkrieg vor allem durch die Vertreibung deutscher Minderheiten traurige Berühmtheit erlangte. Vor diesem Hintergrund wurde uns die Wichtigkeit der europäischen Integration und ihrer größten Errungenschaft, der Manifestation des Friedens, erneut deutlich vor Augen geführt.

Während des darauffolgenden Besuches im zweitgrößten Parlament der EU waren es vor allem die männlichen Teilnehmer der Exkursion, die sich besonders für den architektonischen Geniestreich dieses geschichtsträchtigen Gebäudes interessierten (= ausnüchtern im Massenlager).

Unser letzter Programmpunkt dieser einzigartigen und unvergesslichen Reise war der Besuch der deutschsprachigen Andrássy Universität. Nach einer aufschlussreichen Führung durch die „heiligen Hallen“ des Palais hatten wir das Vergnügen, den aufschlussreichen Ausführungen einer Professorin bezüglich der politischen Entwicklung Ungarns zu lauschen. Nach all diesen in Erinnerung bleibenden Erfahrungen machten wir uns vom Geiste der Stadt berauscht auf den Heimweg, um uns wieder dem Studium des europäischen Verwaltungsrechts zu widmen.

Abschließend möchten wir uns bei allen Beteiligten bedanken, die diese wunderbare Exkursion zu solch einem unvergesslichen und prägenden Erlebnis gemacht haben (= Animation by Mühl). Namentlich erwähnen möchten wir in diesem Zusammenhang Dekan Prof. Dr. Gert Fieguth und Nóra Mühl (Leiterin des International Office der HS Kehl), ohne die diese Erfahrung nicht möglich gewesen wäre.

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Foto: Philipp Bauer, Tobias Haußmann, Arthur Schneider, Ann-Kathrin Ebinger, Janina Müssle

Frühjahr 2014: Studienreise nach Südafrika

Am 12. Februar war es endlich soweit: Für die 14 Kehler Studierenden, die von Pia Kipp (ehem. Leiterin des Akademischen Auslandsamts) und Prof. Dr. Gert Fieguth begleitet wurden, begann eine zweiwöchige Reise durch Südafrika.

SPMA Pretoria, Blyde River Canyon, Krüger Nationalpark

Nach der Ankunft in Johannesburg ging es sofort an die University of Pretoria, an der die Studierenden bei Vorträgen und Diskussionen drei verschiedene Studienjahrgänge der SPMA kennenlernten. Danach ging die Fahrt über die wunderschönen Straßen der Drakensberge über das Goldgräberdorf Pilgrim’s Rest zum Blyde River Canyon. Ein Abenteuer-Aufenthalt mit Safari-Tour im Krüger Nationalpark rundete den ersten Teil der Reise ab. 

Kapstadt, Stellenbosch, Kap der guten Hoffnung

Im zweiten Teil der Reise flog die Gruppe von Johannesburg nach Kapstadt. Im Civic Center, der Stadtverwaltung, wurden den Studierenden in einem Vortrag die aktuellen Projekte und Ziele Kapstadts vorgestellt. Anschließend ging es zur Besichtigung in ein Township. Am Tag darauf fuhr die Gruppe zu gemeinsamen Vorträgen und Diskussionen an die Universität Stellenbosch, der zweiten Partneruniversität der Hochschule Kehl. In den Tagen danach erkundete die Gruppe Kapstadt auf eigene Faust und fuhr entlang der Küste zum Kap der Guten Hoffnung, dem südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Am Sonntag ging es zum Gottesdienst in einem Township. Hier zeigten sich große Unterschiede zu Deutschland: lautes Singen und Tanzen in den Gängen waren nur einige der Eindrücke, die die Studierenden während des dreistündigen Gottesdienstes gewinnen konnten. In der letzten Woche fuhr die Studienfahrtgruppe zum Provinzparlament der Region Western Cape und zum Western Cape Education Departement bei dem die Studenten einen Vortrag über das Bildungssystem in Südafrika und die Aufgaben des WCED vorgestellt bekamen. Abends freute sich die Reisegruppe auf ein Treffen mit dem Provincial Minister of Cultural Affairs and Sport des Western Cape Dr. Ivan Meyer und seiner Frau im südafrikanischen Erlebnisrestaurant „Moyo“ in Stellenbosch. Mit einer Führung auf Robben Island endete die zweiwöchige Reise .  

Von Cindy Pfeiffer, Isabell Pfister, Julia Neckermann und Carolin Sauter

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Studierende am Kap der guten Hoffnung
Studierende im Krüger Nationalpark

Frühjahr 2014: Tourismusentwicklung Mayotte

Studierende unter der Leitung der Professoren Dr. Ewald Eisenberg und Dr. Michael Frey berieten Tourismusexperten und Mitarbeitende des Generalratsvon Mayotte in Sachen Tourismusentwicklung.

Mayotte ist eine Insel im Indischen Ozean zwischen Madagaskar und Ostafrika, die geografisch zur Inselgruppe der Komoren, politisch jedoch zu Frankreich (französisches Überseedepartement) gehört. Der Zeitpunkt des Besuchs war günstig: Seit dem 1. Januar ist die Insel voll in die Europäische Union integriert. Mit allen Vor- und Nachteilen, die das für eine Insel mit sich bringt, die zwischen zwei der ärmsten Ländern der Erde (Madagaskar und der unabhängigen Inselgruppe der Komoren) liegt: Einerseits verfügt die Insel über eine durchaus gute Gesundheitsinfrastruktur, ein hohes Maß an öffentlicher Sicherheit und ein passables Straßennetz, so dass sich Urlauber und Einheimische praktisch gefahrlos und unabhängig auf der Insel bewegen können, auf der anderen Seite ist die Insel Ziel von Armutsmigration und stöhnt über eine in dieser Region bislang unbekannte Reglementierung durch europäisches und französisches Recht.

Zwischen der Hochschule Kehl, dem Generalrat der Insel sowie dem dortigen Ausbildungszentrum für den öffentlichen Dienst bestehen bereits seit über drei Jahren Verbindungen. In jedem Jahr haben sich die Studierendender Hochschule Kehl, die sich im Rahmen des Vertiefungsstudiums ihres verwaltungswissenschaftlichen Studiums auf den Bereich Europa, insbesondere Europarecht, aber auch auf die Nutzung von europäischen Struktur- und Sozialfonds, einschließlich der Konzeption und des Managements von diesbezüglichen Projekten spezialisiert haben, ein spezifisches Thema herausgesucht und am praktischen Fall bearbeitet. Nach Infrastruktur und nachhaltiger Entwicklung stand dieses Mal die Tourismusentwicklung unter Nutzung europäischer Fördermittel im Fokus. Bereits seit mehreren Jahren sind auch Studierende der Hochschule im Rahmen ihrer Praxisphase auf der Insel, um bei der Umsetzung der Maßnahmen und Programme zuhelfen. Um diese für beide Seiten nutzbringende Zusammenarbeit in feste Formen zu gießen unterzeichneten am 13. Januar die Hochschule Kehl, der Generalrat der Insel und die Ausbildungseinrichtung für den öffentlichen Dienst eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

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Tourismusentwicklung auf Mayotte

Frühjahr 2014: Seminar in der Türkei

20 Studierende fuhren in Begleitung von Pia Kipp, der ehemaligen Leiterin des Akademischen Auslandsamtes, Prof. Dr. Ewald Eisenberg und Prof. Dr. Michael Frey für ein Seminar in die Türkei.

Hintergrund dieser Reise war es, einen Einblick in die Lebens- und Arbeitsweise der Menschen in einem EU- Beitrittsland zu bekommen. Türkiye‘ye hoş geldiniz (Willkommenin der Türkei)!

Schon am ersten Tag wurde die deutsche Gruppe überaus herzlich an der Zirve Universität in Gaziantep, Südostanatolien, begrüßt. Auch jeder weitere Seminartag war von außerordentlicher Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Zuvorkommenheit der türkischen Menschen geprägt. Das von der Zirve Universität vorbereitete Programm reichte von einem Türkisch-Crash-Kurs, über die Teilnahme an Vorlesungen bis hin zu der Besichtigung des Zeugma-Mosaik Museums. Durch die Teilnahme an den Vorlesungen bekamen die Studierenden und die Begleiter einen Einblick in die Geschichte der Türkei, in das Verhältnis von Politik und Religion sowie die aktuellen Meinungen zum EU-Beitritt. Darüber hinaus wurde die deutsche Gruppe auch außerhalb des Programmes der Universität von türkischen Studierenden begleitet und erhieltso einen Einblick in die türkische Lebensart und konnten nebenbei ihr interkulturelles Verständis stärken. Da das Vorlesungsprogramm der Zirve Universität und somit auch das gesamte Seminar in Englisch abgehalten wurde, konnten die Studierenden gleichzeitig auch ihre Sprachkenntnisse verbessern.

Neben dem Besuch der Universität wurden die Studierenden von der Stadtverwaltung Gaziantep empfangen. Es wurde deutlich, dass Gaziantep in den letzten Jahren eine unglaubliche Entwicklung gemacht hat und heute zu einer 1,5 Millionen-Stadt mit stark exportorientierter Industriege worden ist. Die Einwohnerzahl ist in letzter Zeit durch hunderttausende syrische Flüchtlinge nochmals angestiegen. Zum Abschluss wurde die Gruppe von der Stadtverwaltung zu einer Bootsfahrt auf dem Euphrat durch eine hinreißende Landschaft mit herausragenden Monumenten der antiken Vergangenheit eingeladen.

Im Vorfeld waren die Erwartungenan die Studienreise sehr unterschiedlich. Am Ende waren sich jedochalle Teilnehmenden einig: „Burasihoşumuza gitti. Tekrar gelmek isterizburaya! – Uns hat es wunderbar gefallen und wir kommen gerne wieder.“ Einige Studierenden setzten dies gleich in die Tat um, indem sie nachdem abgeschlossenen Bachelorstudium ein Praktikum bei der Stadtverwaltung Gaziantep im Bereich „Internationale Beziehungen“ absolvierten.

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News

21.11.2018
20.09.2018

„Law and ...“ oder von der Notwendigkeit, dass sich Recht mit (anderen) Wissenschaften befasst

 

 

18.07.2018

Konferenz zur Ausbildung von kommunalem Verwaltungspersonal