Regionale und globale Herausforderungen für die öffentliche Verwaltung verlangen nach einer europäisch und international ausgerichteten Forschung, sowohl was die inhaltliche Schwerpunktsetzung, als auch was die Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben in transnationalen Verbünden und Netzwerken betrifft. Als international ausgerichtete Hochschule mit Standort an der deutsch-französischen Grenze und in unmittelbarer Nachbarschaft zu zentralen europäischen Einrichtungen richtet sich eines der drei Forschungsschwerpunkte auf Europa und Internationales in Bezug auf das Kernkompetenzfeld öffentliche Verwaltung. Wichtige Themenkomplexe für dieses Strategiefelds sind:

  • Kommunen im europäischen Mehrebenensystem
  • grenzüberschreitende Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung
  • Modernisierung von Bildungsprozessen in Europa
  • im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit insbesondere Dezentralisierung, Modernisierung von Verwaltungen in Entwicklungsländern und die Stärkung der Forschungs- und Führungskräfte

Die Hochschule strebt die Themenführerschaft im Bereich der anwendungsorientierten Europa- und der Entwicklungszusammenarbeitsforschung an.


African Excellence Centre

CODE 24

Die Nord-Süd-Transversale von Rotterdam nach Genua verbindet mehrere europäische Regionen mit höchster Wirtschaftskraft. Rund 70 Millionen Menschen leben und arbeiten im Einzugsbereich dieses Korridors. Jedes Jahr werden rund 700 Millionen Tonnen Güter allein auf der Schienenverkehrsachse transportiert.

 

Mit der Öffnung der beiden Alpenbasistunnel in der Schweiz 2007 am Lötschberg und voraussichtlich 2017 am Gotthard entsteht zudem eine Hochleistungsstrecke im europäischen Nord-Süd-Bahnverkehr und damit die Chance, zusätzlichen Güterfernverkehr in erheblichem Umfang von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Nicht alle Engpässe können dabei rechtzeitig behoben werden, so beispielsweise im Abschnitt Karlsruhe - Basel.

 

Deshalb hat die Europäische Union jetzt ein Projekt bewilligt, das auf eine abgestimmte Entwicklungsstrategie der Regionen entlang des Korridors in den Themenfeldern Raumplanung, Verkehr, Wirtschaft und Umwelt zielt. Das von der Europäischen Union im Rahmen des Interreg-IVB-Programmraumes Nordwesteuropa geförderte Projekt Code 24 (Corridor Development 24) wird vom Verband Region Rhein-Neckar in Mannheim koordiniert.

Partner

Die Hochschule Kehl ist neben anderen renommierten Universitäten und Forschungseinrichtungen an der Umsetzung des Projekts beteiligt. Sie ist verantwortlich für die Koordination der Teilprojekte innerhalb des Arbeitspakets Güterverkehr und Logistik. Hier soll u.a. analysiert werden, welche Wirkungen sich aus Transportengpässen entlang des Korridors für die regionale Wirtschaftsentwicklung ergeben.

Weitere Projektpartner sind Regionen und Kommunen entlang des Korridors sowie Hafenbetriebe in den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Schweiz und Italien.

https://ethz.ch/de.html

https://www.uni-due.de/

http://transcare.de/

https://www.m-r-n.com/verband

https://www.rvr.ruhr/

https://www.portofrotterdam.com/nl

http://linksfoundation.com/

https://www.lahr.de/

https://www.uu.nl/

https://www.ptvgroup.com/de/

https://www.mannheim.de/de

https://www.region-frankfurt.de/

https://technologieregion-karlsruhe.de/startseite.html

http://www.uniontrasporti.it/

https://www.strasbourg.port.fr/

Ziele & Inhalte

Mit dem Projekt soll die Verkehrsinfrastruktur der gesamten Transversale analysiert und erfasst werden. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Verkehrskorridors, insbesondere mit Blick auf den Frachttransport und die Logistiknetze, soll gesteigert werden. Gleichzeitig sollen negative Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung reduziert werden. Das Projekt soll grenzüberschreitend räumliche und zeitliche Übersichten für Ausbau und zukünftigen Betrieb ebenso wie für die Siedlungs- und Raumentwicklung im Einzugsbereich der Trassen generieren und die damit verbundenen Zusammenhänge und Konsequenzen aufzeigen. Im Fokus steht daher die integrierte Betrachtung und Entwicklung des Korridorraumes mit dem Rückgrat Schiene. Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in den Regionen des Korridors. 

 

Das Projekt gliedert sich in die nachfolgenden vier Arbeitspakete:

 

  • Korridor-Informationssystem
  • Lärm und Umwelt
  • Güterverkehr und Logistik
  • Kommunikation

 

Der Netzwerkcharakter des Projektes hilft, die entscheidenden Partner zusammenzubringen, Prozesse und gemeinsame Initiativen in Gang zu setzen. Es trägt zur besseren Vernetzung von Wirtschaftsentwicklung, Verkehrs- und Raumplanung bei. Konkrete Investitionen in innovative Lösungen in den Bereichen Lärmschutz sowie Vernetzung und Abstimmung von Logistikeinrichtungen und regionalen Verkehrsangeboten sollen vorbereitet werden. Dabei sollen unter anderem problem- und anwendungsbezogene Planungswerkzeuge und Argumentationshilfen zum Einsatz kommen.

Downloads

Ansprechpartner

Prof. Dr. Hansjörg Drewello

Raum: 213a

Telefon: +49 7851 / 894 - 176

Fax: +49 7851 / 8945 - 176

E-Mail: drewello[at]hs-kehl.de

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Digital Initiative for African Centres of Excellence

Forschungs- und Entwicklungsprojekt Stärkung der Kommunalentwicklung in Sambia

Forschungs- und Entwicklungsprojekt Stärkung der Kommunalentwicklung in Sambia

Interreg MARGE

Interreg MARGE

Jean Monnet Chair - Kommunen un der Europäischen Union

Jean Monnet Chair - Kommunen un der Europäischen Union

Jean Monnet Exzellenzzentrum

Jean Monnet Exzellenzzentrum

LOTUS - Locally organized transition of urban sustainable spaces

Die Herausforderungen des Klimawandels erhöhen die Notwendigkeit, Kommunen, Bürger und lokale Unternehmen bei ihrem Weg in eine CO2-freie Zukunft zu unterstützen. Der Übergang zu einer städtischen klimaneutralen Energieversorgung kann von Verwaltung und politischen Entscheidungsträgern alleine nicht erreicht werden. Vielmehr müssen eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Akteuren einbezogen werden, die in einem komplexen Netz aus Interaktionen arbeiten. Für die Hochschule Kehl liegt in der Ausbildung zukünftiger Stadtplaner und -entwickler eine zentrale Aufgabe darin, die dynamische Integration neuer kommunaler Energie- und Mobilitätskonzepte in den Stadtplanungsprozess in ihren Lehrplan aufzunehmen.

Das LOTUS-Projekt zielt darauf ab, Instrumente zu entwickeln, die in der Lehre benötigt werden, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Ein interdisziplinäres Lehrkonzept ist notwendig, um den an der Stadtplanung und –entwicklung beteiligten Gruppen (Stadtplaner, Architekten, Bauingenieure und Verwaltungsmitarbeiter in Europas Kommunen) das Wissen zu vermitteln, mit dem die europäischen Gemeinden und Städte in eine nachhaltige Zukunft geführt werden können.  

Projektinhalt

Folgende Produkte werden im Rahmen des Projekts entwickelt:

  • Curriculum ("Urban Energy and Climate Management and Planning"), das verschiedenen Studiengängen Anwendung findet, die sich mit der Stadt-, Mobilitäts- und Energieplanung befassen.
  • wegweisende Fallstudien in Europa (best practice cases)
  • Stadtplanungs-Rollenspiel, in dem Studierende und Praktiker in einem dynamischen, interaktiven und interdisziplinären Rahmen die Herausforderungen eine am Klimaschutz orientierten Stadtplanung testen und erfahren können.
  • Lehrbuch, dass den aktuellen Stand der CO2-neutralen Stadtplanung und –entwicklung darstellt und als Begleitlektüre für die
  • Internationale Studierenden-Konferenz (Test und Diskussion der Projekt-Ergebnisse).

Projektpartner

Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl (Lead partner)

Politechnico di Torino, Dipartimento di Architettura e Design (I)                 

Université Paris-Est Marne la Vallée, Departement Urban Planning (F)      

Logiville, Public consultant (F)    

Riga Technical University (LV)      

University of West Bohemia (CZ)   

Fakten zum Klimawandel

  • Die globale Durchschnittstemperatur steigt stetig an. Im Jahr 2016 lag die globale oberflächennahe Lufttemperatur durchschnittlich um rund 0,94°C höher als im20. Jahrhundert. Dies teilte die US-Ozean- und Atmosphärenbehörde Anfang 2017 auf der Basis dreier unabhängiger Datenreihen mit. 16 der 17 wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen traten nach dem Jahr 2000 auf, die fünf wärmsten seit 2010. Seit 1977 – also seit mittlerweile vier Jahrzehnten – war kein Jahr kühler als der Durchschnitt des 20. Jahrhunderts und seit 1960 jede Dekade wärmer als die vorhergehende (Quelle: National Oceanic and Atmospheric Administration – NOAA).
  • Der menschengemacht Treibhauseffekt durch die Emission von CO2 und anderen Treibhausgasen ist für diese Entwicklung verantwortlich. Eine Studie zur Analyse von 4.014 Forschungsarbeiten zum Klimawandel kommt zu dem Schluss, dass 97% der Arbeiten und 98% der Autoren den Menschen für die globale Erwärmung verantwortlich machen (Cook et al. (2013) Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in scientific literature. In: Environmental Research Letters, Vol. 8, No. 2)
  • Gletscher in Grönland und der Antarktis enthalten genug Eis, um den Meeresspiegel um mehr als 60m anzuheben. Als die Erde von 125.000 Jahren geringfügig wärmer war, hielten beide Schilde deutlich weniger Eis. Der Meeresspiegel war um 6 bis 9 Meter höher (Quelle: National Snow and Ice Data Center).
  • Nicht nur die Hitze ist ein Problem. Die globale Erwärmung entzieht dem Land und dem Meer Feuchtigkeit, die sich in der Luft ansammelt. Wo es zu Niederschlägen kommt, können diese erheblich heftiger ausfallen. Auch Stürme werden zahlreicher und heftiger. Solche Extremwetterphänomene treten seit Jahrzehnten mit steigender Häufigkeit auf. (Quelle Lehmann et al. (2015) Increased record-breaking precipitation events under global warming. In: Climate Change, Vol. 132, No. 4; Kossin, James P. (2013) Trend Analysis with a New Global Record of Cyclone Intensity. In: Journal of Climate, Vol. 26)

 

Klimawandel, eine Faktenliste: https://www.klimafakten.de/sites/default/files/downloads/klimafakten2017g20.pdf

Der Weltklimarat (deutsche Koordinierungsstelle): https://www.de-ipcc.de/

Strengthening Decentrelisation in Tunisia

Strengthening Decentrelisation in Tunisia

News

23.07.2020

Oliver Herbst ist Kanzler der Hochschule Kehl

06.07.2020

20 Jahre Einsatz an der Hochschule Kehl

09.04.2020

KIC@bw-Netzwerk veröffentlicht Manifest für mehr Offenheit und Innovationsfähigkeit