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    Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Karrierebeispiele

In loser Folge soll an dieser Stelle die berufliche Entwicklung ehemaliger Absolventen dargestellt werden. Dabei handelt es sich sowohl um 'gestandene' Persönlichkeiten wie auch um Absolventen der letzten Jahre. 

Christoph J. G. Hetzel

Christoph J. G. Hetzel hat im Jahr 2005 an der Kehler Hochschule sein Examen zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) gebaut. Inzwischen ist er Leiter der Finanzverwaltung und des Standesamtes im bayrischen Breitengrüßbach. Genauer gesagt hat es Hetzel nach Franken verschlagen. Nach einem kurzen Engagement bei der Kantonalverwaltung in Zürich, wo er schon als Student eine dreimonatige Praktikumszeit abgeleistet hatte, wechselte er letztendlich im Februar 2006 zur mit Ortsteilen etwa 7.000 Einwohner umfassenden Gemeinde Breitengüßbach.

„Es war schon von je her mein Wunsch, in der Kämmerei zu arbeiten“, so Hetzel. „Gerne wäre ich in Südbaden geblieben, aber Ende Dezember 2005 waren zwei Stellen als Leiter der Finanzverwaltung in zwei Kommunen hier in Franken ausgeschrieben und da musste ich mich einfach bewerben!“

Probleme mit dem Kehler Studium dann außerhalb Baden-Württembergs zu arbeiten hatte er nicht. „Die baden-württembergischen und bayerischen Rechtsanwendungen sind sich sehr ähnlich. Das Studium in Kehl hat zudem den Vorteil, dass es auch in Bayern als qualitativ hochwertig anerkannt und sogar als besser empfunden wird als die Ausbildung an der bayerischen Verwaltungshochschule in Hof“. Gerade kleinere Gemeinden in Bayern hätten oftmals Probleme, junges, motiviertes und gut ausgebildetes Personal im gehobenen Dienst zu rekrutieren, da sie sich die teure Ausbildung nicht leisten könnten. Anders als in Baden-Württemberg ist die Ausbildung in Bayern an einen festen Dienstherrn gebunden. So verbleibt den Gemeinden in Bayern oftmals nur die Möglichkeit, Leute aus Landratsämtern abzuwerben oder Absolventen aus anderen Bundesländern zu engagieren.

Durch die andere Ausbildungsordnung hätten es baden-württembergische Absolventen in Bayern leichter als im eigenen Ländle, da die Konkurrenzsituation eine andere sei. „Bewerbungen auch auf Leitungspositionen sind möglich und durchaus aussichtsreich“, so Hetzel.

Irgendwann einmal als Bürgermeister tätig zu sein, könnte sich Hetzel übrigens vorstellen.

„Sicher ist es eines meiner vorrangigen Berufs- und Lebensziele, einmal in einem so verantwortungsvollen Amt tätig sein zu können“. Hierfür könnte er sich dann auch durchaus eine Rückkehr nach Baden-Württemberg vorstellen, da das Wahlverfahren längst nicht so kompliziert und von Parteien abhängig sei wie in Bayern.